Zellstoff, Baby!
Langsam ziehts sich eine Sorgenfalte in meine Stirn. Unsere WG droht ihr fragiles Gleichgewicht von Papier ins 3. OG rauf und Papier ausm 3. OG runter zu verlieren.
Durch die Kombination von planlosen Mitbewohnis, gutmeinenden Nachbarinnen und verkaufsfreudigen Verlagen sieht unsere Presselandschaft derzeitig so aus: Eine c't (~ 500 g, im Abo alle 2 Wochen), ein Spektrum (~ 250 g, Abo monatlich), eine Titanic (~ 180 g, Naturalienentlohnung, etwa monatlich), die FR etwa 1,1 mal täglich (~ 250 - 380 g, Spende ausm 2. OG, Zugleküre, diverse Probeabos im Haus), ein bis zwei Süddeutsche täglich (~ 300 - 570 g, Spende, Probeabo, im Flur geklaut), täglich die Westfälischen Nachrichten (~ 100 g, Spende von unten, von Mitbewohnis ab und zu von irgendwoanders angeschleppt), die Münstersche Zeitung demnächst täglich (unverbindliches - Ha, wer bringt den Müll, denn bitte runter? - Probeabo an überrumpelte WG-Insassin verkloppt), die Zeit (~ 5000 g, plusminus monatlich, Reiselektüre ausm Zug), die nadann (~ 50 g, wöchtentlich, holt mensch sich wie ne fiese Krankheit an schummrigen Orten der münsterschen Abendgestaltung), die Ultimo (~ 120 g, monatlich, s. nadann), die Mitliederzeitung von verdi - vorwärts oder so (~ 160 g, alle paar Monate, hängt zwingend mit der Titanic zusammen), ein Potpourri Pizza-China-Döner-Flyer (~ 100 g, wöchentlich, ausm Briefkasten), ein Spiegel (~ 350 g, etwa alle 5 Wochen, Altausgabe aus der FS geklaut), wahlweise taz oder Junge Welt (~ 100 g, alle drei Wochen, Reiselektüre) und bestimmt noch irgendwas, was ich gerade vergessen habe. Jetzt wisst ihr auch, was aus den ganzen Fussballfeldern Urwald wird.
26.06.06 . 17.24 . →
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FIFAWMTM-Shopping
Seit 40 Sekunden kickt die BRD gegen Schweden. Genau die richtige Zeit um einkaufen zu gehen.
24.06.06 . 17.00 . →
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19.06.06 . 11.52 . →
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Lkw-WerbungCratemaker, die Software für den Kistenbau Zielgruppe sind vermutlich Speditionskaufleute, die vorher ein Studium der Geographie absolviert haben und nun mit der höheren Mathematik des Quaders massiv überfordert sind. Moderne Zeiten - in den 80ern hätte man für sowas noch Diplom-PhysikerInnen eingestellt.
19.06.06 . 08.15 . →
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Davensberg
Ist vermutlich ein Weiler im schönen westfälischen Hinterland.
Vermutlich, weil ich bisher von Davensberg - man beachte die feine Ironie des Ortsnamens in Mitten von topfebener Landschaft - nur seinen Bahnhof, pardon Bahnsteig gesehen habe. Dort sitze ich nun seit mittlerweile einer Stunde, weil mein Zug (natürlich eine Regionalbahn) aus Dortmund verspätungsbedingt hier endete. Freundlicherweise ist just in diesem Moment der IC hier durch den Bahnhofhh^hsteig gedonnert, der in Dortmund zwei Stunden später losfuhr als der IC, den ich dort eigentlich nehmen sollte, aber mit knapp 80 Minuten Verspätung knapp verpasste. Meine aktuelle Verspätung dürfte derzeit bei knapp 3,5 Stunden liegen, wobei ich der Bahn gerne mitteilen mag, dass sich 3,5 Stunden in der DB-Lounge deutlich angenehmer und kurzweiliger anfühlen, als die ebengleichen 3,5 Stunden auf diversen Provinzbahnsteigen Süd- und Westwestfalens. Gerüchtehalber soll in etwa einer halben Stunde wieder ein Zug hier halten. Mit etwas Glück komme ich dann noch vor Nachtanbruch heim. Sitzplatzreservierungen haben sich bei der Bahn erfahrungsgemäss nur in homöopatischen Dosen bewährt. Nachtrag: Der Wikipedia-Eintrag besteht zum grössten Teil aus Informationen zum Zuganschluss. Vermutlich habe ich doch alles gesehen, was es zu sehen gab.
19.06.06 . 08.07 . →
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Für GummifetischistInnen
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