Nun hat Karlsruhe wie jede Stadt, die was auf sich hält eine Mall. In dieser treffen sich die ganzen badischen Hausfrauen, um sich und ihre Frisur vor den Elementen zu schützen, sowie alle, die anscheinend nichts besseres in ihrem Leben zu tun haben. Die schillerndste Gruppe sind hierbei die BewohnerInnen der beiden Spelunken am Lichthof der Mall.
Also der Weinbar und des seltsamen Café Êtepête. In Karlsruhe gibt es ja außer Winni Schäfer und Luigi Colani keine Prominenz und Schickeria mag man die beiden ja auch nicht nennen, hier ist man eher Bauer unter Bauern. Es ist aber ebenso ein Naturgesetz, dass der Mensch seinesgleichen zu deligieren hat, die dann an exponierten Stellen rumsitzen und langsam vor sich hin oxidieren. Im Sommer am Ludwigsplatz und im Winter eben in der Mall.
Und nichts, wirklich nichts, zeigt die Ruralität und Aufgeblasenheit dieser Stadt wie ihre Pseudoschickeria dritter Wahl.
Nächsten Herbst bekommt Karlsruhe noch eine Mall mehr. Die badischen Hausfrauen und SolariumsproletInnen wirds freuen.
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